Architektur
AeroGrid wird realisiert als ein Service-Grid, in dem die beteiligten Partner wie in der folgenden Abbildung dargestellt zusammenarbeiten:

Im Sinne der hier dargestellten Rollenverteilung werden MTU, T‑Systems SfR und das DLR-Institut für Antriebstechnik als Ressourcen-Anbieter agieren, wobei die bereitgestellten Ressourcen (Daten, Rechner und Anwendungssoftware) zueinander komplementär sind. T-Systems SfR und die DLR-Einrichtung Simulations- und Softwaretechnik treten als Grid-Provider auf und leisten den größten Teil der Integrations- und Implementierungsaufgaben. T-Systems SfR agiert als Grid-Service-Provider und trägt den Nutzern gegenüber die Gesamtverantwortung hinsichtlich der Einhaltung der vereinbarten Leistungen. Grid-Service-Nutzer sind die beteiligten Universitäten, MTU und in eingeschränktem Maße das DLR-Institut für Antriebstechnik.
Alle Serviceprozesse werden soweit wie möglich entlang der Vorgaben von ITIL (BS 15000) organisiert. Bei der Erweiterung dieser Prozesse auf gridbasierte Umgebungen können teilweise Synergien mit dem EU-Projekt BEinGRID genutzt werden.
AeroGrid orientiert sich an den Architekturen bereits existierender
Community-Grids, welche für die folgenden Bestandteile eines Grids
bereits weitgehend vollständige Lösungen auf der Basis der Dienste des
Integrationsprojektes DGI realisiert haben:
- Ein flexibler Informationsdienst für die Metadaten der Simulationsrechnungen,
- ein Datenmanagementsystem zur Verwaltung von Daten auf den lokalen Systemen und auf Grid-Ebene (beinhaltet Koordination des Daten-Zugriffs und des Datentransfers),
- ein Job-Managementsystem zur Koordinierung der Benutzeraufträge unter Berücksichtigung der Ressourcenverfügbarkeit und
- Identity-Management zur Authentisierung, Autorisierung und Security zum Schutz von Ressourcen und Daten.
Der größte Teil der in diesem Projekt erforderlichen Implementierungsarbeiten entfällt auf die Herstellung geeigneter Benutzerschnittstellen bzw. ihre Anpassung an die existierende Architektur. Dazu werden zum einen ein Web-Portal auf Grundlage des GridSphere-Servers und zum anderen die Anbindung des Datenmanagement-Clients DataFinder realisiert. Die folgende Abbildung zeigt das Schichtenmodell des gesamten AeroGrid-Softwaresystems:

Im Kontext von kooperativem Arbeiten zwischen Universitäten und Industrieunternehmen sind Ressourcen nicht nur technische Ausstattungen wie Hardware, Software und Daten, sondern auch Expertenwissen, das von den unterschiedlichen Partnern in das Projekt eingebracht wird. Die Unterstützung des Informationstransfers, also die Vernetzung nicht nur von Rechnern, sondern auch von Personen, ist somit ein wichtiger Baustein des AeroGrid-Projekts. Dies setzt die Vereinbarung gemeinsamer Regeln und die automatische Generierung von Meta-Daten zu Simulationsparametern und -ergebnissen voraus
Für eine spätere Ausbaustufe des AeroGrid ist geplant, einen Workflow-Management-Dienst, der von weiteren denkbaren Anwendungsszenarien benötigt wird, zu den AeroGrid-Diensten hinzuzunehmen.